15. Oktober 2017 Marco Schulz

Gesündestes und frischestes Fingerfood ever: Keimlinge

Warum Keimlinge (und Sprossen), neben fermentiertem Gemüse, fester Bestandteil meines Lebens geworden sind, wie du diese mit einfachsten Mitteln ziehen kannst und was dabei zu beachten ist, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Sprossen und Keimlinge sind wahre Nährstoffbomben.

In ihnen sind alle erforderlichen Bausteine für die Gesundheit in einem angemessenen Gleichgewicht enthalten. Wenn du Sie selber ziehst, sind diese preisgünstig, super frisch, enthalten keine Pestizide und haben 30 mal mehr Nährstoffe, als frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Der Wahnsinn, oder?!

Meine Frau und ich benutzen zwei Sprossentürme, vier Keimgefäße und unterschiedlich viele Schüsseln zum Ziehen von Keimlingen und Sprossen – je nach Sorte. Wenn alle Türme, Gefäße und Schüsseln in Produktion sind und kontinuierlich befüllt sind, haben wir jeden Tag ausreichend zu essen.

Sprossen bzw. Keimlinge wachsen sehr schnell und ohne großen Aufwand. Das Einzige was du benötigst, ist unerhitztes Saatgut: Getreide (Weizen nur für Weizengras!), andere Samen (wir sind riesen Buchweizen-Fans) oder Hülsenfrüchte und Wasser – das war’s.
Die Umgebungstemperatur hat Einfluss auf die Keimgeschwindigkeit. Das haben wir in Island gemerkt, da hat alles länger gedauert als jetzt im mitteleuropäischen Hochsommer. Für manche Saaten war es sogar zu kalt und es kam gar nichts.

Aus was ziehen wir nun eigentlich?

Hier eine kleine Auflistung (die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt).
Keimlinge:

  • Kichererbsen
  • Mungbohnen
  • Bockshornklee
  • Buchweizen
  • Quinoa
  • Belugalinsen

Sprossen:

  • Alfafa
  • Brokkoli
  • Senf
  • Radieschen
  • Erbsen
  • Getreidegräser (Weizen, Gerste)

Was machen wir, damit aus dem trockenen Saatgut, junges frisches „Gemüse“ entsteht?

Zuerst werden die Keimsaaten über Nacht mit viel Wasser eingeweicht. Wasser erweckt die Saat zum Leben. Das Einweichwasser schütten wir weg (außer vom Bockshornklee) und spülen die Sprossen zweimal täglich mit Wasser – das geht fix. Irgendwann entstehen an der Hauptwurzel feine Faserwurzeln – das ist kein Schimmel. Das essen wir mit. Abhängig von der Saat, Temperatur und Luftfeuchtigkeit benötigen die Sprossen ein bis sieben Tage.
Am schnellsten geht Buchweizen. Und dann kannst du damit viel machen. Wir verwenden die dann als Fingerfood, als Topping auf Salaten, als komplette Mahlzeiten, als Monofood.

Welche Saat hast du schon zum Leben erweckt?

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